Beiträge

Die Anwältin sitzt am Besprechungstisch. Darauf liegen Unterlagen. Sie berät einen Mandanten, der nur von hinten zu sehnen ist.

Wo sind momentan Ihre Arbeitsvertragsunterlagen?

Nicht erst seit der Coronakrise erinnern sich Beschäftigte, dass sie für zahlreiche Ereignisse vorsorgen sollten. Betreuungsvollmacht, Vorsorgevollmacht, Testament, Besprechungen mit Ärzten über den eigenen Willen und dessen Umsetzung in Krisensituationen sind nur einige Bereiche, die bearbeitet werden sollten, aber häufig verdrängt werden.

Viel näher und wichtiger erscheinen drohender Arbeitsplatzverlust, Kurzarbeit, Einkommensverluste und allgemeine Unsicherheit. Es kann daher sein, dass Arbeitsvertragsunterlagen und weitere Dokumente, die mit dem Arbeitsvertrag im Zusammenhang stehen, schnell zur Hand sein müssen.

Um solche Stresssituation zu vermeiden, können Sie einen Ordner oder mehrere bestimmen, in welchen Sie ihre Arbeitsvertragsunterlagen aufbewahren. Ein Register hilft dabei, Unterlagen zu sortieren.

In den Ordner gehören z. B. Arbeitsvertrag, eventuelle Nachträge, Stellenbeschreibungen, Unterlagen über Mitarbeitergespräche, Unterlagen über betriebliche Altersversorgung, Mitteilungen über Entgelte und eventuelle Erhöhungen, Beförderungen, Belehrungen über Betriebsübergänge, Wechsel von oder zu anderen Arbeitgebern, Zwischenzeugnisse, Schlusszeugnisse, Abmahnungen, Betriebsvereinbarungen, Entgeltabrechnungen, Anmeldung zur Sozialversicherung, Abmeldung zur Sozialversicherung, Lohnsteuernachweise, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen, ärztliche Bescheinigungen über gesundheitliche Einschränkungen, Unterlagen über Rehabilitationsmaßnahmen oder Krankenhausaufenthalte, Berichte von Besuchen bei Betriebsärzten, Bescheide über Arbeitsunfälle, Anträge auf Anerkennung als schwerbehinderter Mensch, Bescheide dazu, Gleichstellungsunterlagen und Bescheide dazu.